Europa, von seinen Rändern her betrachtet

Feuilleton | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Mit seinem jüngsten Buch beendet Karl-Markus Gauß seine Reportagen über aussterbende Ethnien

Würdigung: Stephan Steiner

Seit einigen Jahren schon veröffentlicht Karl-Markus Gauß längere Reiseberichte, in deren Zentrum jeweils eine europäische Minderheit steht. Ein Dutzend dieser Reportagen ist seit 2001 in insgesamt vier Büchern erschienen und bildet jetzt ein abgeschlossenes Schreibprojekt. Weil strukturelle Ähnlichkeiten zwischen den bereits beschriebenen und den noch verbleibenden kleinen Völkerschaften im Falle einer Fortsetzung zu stark in den Vordergrund getreten wären, hat es der Autor aufgegeben, den bislang noch nicht porträtierten Gemeinschaften weitere literarische Denkmäler setzen zu wollen.

Was bislang veröffentlicht wurde, kann und soll also als exemplarisch gelten. Exemplarisch für Lebensformen, die durch Fremdeinwirkung oder Selbstbeschädigung (manchmal auch beides) bis an den Rand ihres Untergangs gebracht wurden, jedoch immer noch hartnäckig existieren.


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