"Unsere Egoismusformate sind zu klein"

Feuilleton | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

In seinem neuen Buch sagt Peter Sloterdijk der Massenfrivolität den Kampf an: "Du musst dein Leben ändern"

Interview: Robert Misik

Er kommt, ich seh ihn schon", flüstert der Kellner. Wenn man sich mit Peter Sloterdijk im Café Engländer verabredet, ist das ein Treffen in vertrauter Atmosphäre, und wenn der Philosoph ein neues Buch herausbringt, weiß die Belegschaft schnell Bescheid: Die Interviews bei Bier und Würstel häufen sich. "Du musst dein Leben ändern", heißt Sloterdijks neues Buch. Zentrales Postulat: "Der Mensch ist ein übendes Wesen", das gar nicht nicht üben könne. Auch Religionen seien nur "Übungssysteme", deren Askesen allerdings nun, in der kulturellen, finanziellen und ökologischen Krise, wieder aktuell würden, wie Sloterdijk insistiert. Das Telefon des Café Engländer läutet. Der Mann am anderen Ende der Leitung will Herrn Sloterdijk sprechen. "Wen darf ich melden?", fragt der Kellner. "3sat."

Falter: Herr Sloterdijk, muss ich mein Leben ändern?

Peter Sloterdijk:


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