Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

... dass in Wien sogar Mistkübel attraktiv sein sollen: Um das Stadtvolk zum Benutzen der derselben zu motivieren, lässt Umweltstadträtin Ulli Sima jetzt über flotte Sprüche abstimmen, die das Blech behübschen sollen. Zum Beispiel: "Ich fühl mich so leer" oder "Hier Gratiseinwurf". Haben wir auch andere Probleme?

… dass auch der Graben attraktiv sein sollte: Dort wird momentan - Nomen est omen - gegraben. Mit wilden Umleitungen und Presslufthämmern. Ausgerechnet wenn Schanigärten und Spaziergänge die Passanten erfreuen. Immerhin legt man grüne Teppiche aus. Fast hollywoodesk!

… dass der Praterstern attraktiv wird. Mit Pflastersteinen und dem größten Flugdach Mitteleuropas zeigt er sich in neuer Pracht. Vorläufig leidet allerdings der Verkehr rund um den Platz: Dort ist wegen Umbauarbeiten nur noch eine Spur zu befahren.

... dass bei Volks-, Burggarten und Heldenplatz das Gegenteil der Fall ist: Dort ist jetzt ein Streit um die Müllentsorgung entbrannt. Denn die Stadt ist nicht zuständig und der verantwortlichen Bundes-Burghauptmannschaft fehlt das Geld für eine Fremdfirma - die eigenen Mitarbeiter haben am Wochenende frei.

… dass die Ottakringer Straße extrem unattraktiv ist. Vor allem für Menschen, die die Straßenseite wechseln wollen. Denen stehen nur wenige Ampeln und keine Zebrastreifen zur Verfügung - was immer wieder zu Unfällen führt. Weil die Ottakringer auch eine beliebte Wumm-Wumm-Bässe-im-Kofferraum-Angeber-Strecke ist. Erst letzte Woche raste ein BMW-Fahrer ein Kind nieder. Wieso fordert hier keiner Tempo 30? Wegen der hohen Migrantendichte in der Gegend?

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FALTER 03/19

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