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Steiermark kurz

Steiermark | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Gegen den Feuerbrand, der den Obstbauern seit Jahren zu schaffen macht, haben diese oft das umstrittene Antibiotikum Streptomycin eingesetzt. Nun hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit das biologische Pflanzenschutzmittel "Blossom Protect" zugelassen. Landesrat Johann Seitinger solle die Bauern beim Umstieg unterstützen, fordert der grüne Agrarsprecher Lambert Schönleitner. Strittig war bisher, ob "Blossom Protect" ausreichend wirksam sei. Dazu gab es nun eine spannende Wendung: Erklärte eine Vertreterin der Landwirtschaftskammer im Kurier, das neue Mittel sei "ein reines Pflanzenstärkungsmittel" mit "zu niedrigem Wirkungsgrad", widerrief die Kammer dies zwei Tage später.

Ein lifestyliges Programmbuch legt die steirische ÖVP mit ihrem Jahresbericht zum "Modell Zukunft Steiermark" vor. Seit 2007 haben mehr als fünfzig Veranstaltungen stattgefunden, mit dem Zukunftsforscher Matthias Horx entwickelte man ein "Familienbild der Zukunft". Künftig will die ÖVP mit ihren "Dienstalk"-Debatten auch in die Bezirke ausschwärmen.

"Gleichgewichtsstörungen" ortet der steirische Bischof Egon Kapellari in der Kirche - aber keine Krise. Das sagte er in einem Interview mit dem Kurier. Zur Zölibatsdebatte meinte er, man müsse zwar jenen, die sich nicht daran halten können, helfen; gleichzeitig dürfe das Ideal des Zölibats nicht zu einer Illusion erklärt werden: Seine Linie sei es, hier "nicht zu zwinkern". Zum Islam meinte er, viele Christen bemühten sich um "ein Miteinander", fänden aber oft nur "Einbahnstraßen ohne Gegenseitigkeit".

Euro will die Perspektiven-Werbung Hannes Kartnigs noch aus dem Gemeinderatswahlkampf des Vorjahrs an offenen Forderungen gegenüber dem steirischen BZÖ haben. BZÖ-Vizechef Harald Fischl bestreitet das. Er stehe mit Kartnigs Agentur "in Verhandlungen über nicht beziehungsweise ungenügend erbrachte Leistungen". Das erstaunt wiederum Kartnigs Anwalt Michael Pacher - er höre das erste Mal, dass das BZÖ unzufrieden gewesen sei.


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