Kommentar

Peterchens Mondfahrt oder: Das Mak heißt jetzt Man

Kulturpolitik


Klaus Nüchtern

Falter & Meinung | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Kunst- und Unterrichtsministerin Claudia Schmied hat in letzter Zeit viel Gelegenheit gehabt, Fehler zu machen und davon auch einigen Gebrauch gemacht. Wenn sie ausgerechnet jetzt, da sie an einer anderen Front unter Beschuss steht, im Standard (20.4.) für ihre Abstinenz in der Kulturpolitik gescholten wird, kann sie einem fast schon wieder ein bisschen leidtun. 1600 Künstler hätten bereits eine Protestnote von Peter Noever unterzeichnet. Der Mak-Direktor und Innenausstatter von Schmieds Büro hat einen "offenen Brief zur Verteidigung der Kunst" ins Netz gestellt ( www.mak.at). Darin finden sich neben wenig überraschenden, aber diskutablen Forderungen (Indexanpassung, höhere finanzielle Basisausstattung der Museen) läppische Phrasen ("Österreich ist heute dafür verantwortlich, an morgen zu denken"), pathetischer Unfug ("Nur mit einer Neupositionierung der Gegenwartskunst hat die Republik Zukunft") und eine Kombination aus beidem ("In Zeiten der Krise ist die Kunst ein wichtiger

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