Kolumne

Junge Demonstranten und der Kampf zwischen Nachbarn

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Natalia Morar, eine 25-jährige Studentin aus Chisinau, erzählte dem britischen Guardian, wie spontan die jüngste Revolution im verlassensten Winkel Europas begann. Anfang April traf sie sich mit sechs Freunden aus der proeuropäischen, städtischen Jugend Moldaus, um den Wahlsieg der regierenden Kommunisten zu beklagen. Über SMS, Twitter und Onlinedienste rief man Bekannte und Freunde zum Protest vor dem Parlamentsgebäude auf. Nicht ein paar hundert folgten dem Ruf, sondern 20.000 Demonstranten. Viele trugen die rumänische Trikolore und blaue Europafahnen. Die "Twitter"-Revolution war von kurzer Dauer. Feuer brach aus, Büroräume wurden zerstört. Nicht nur im Westen gibt es bei Demos einen zerstörungswütigen schwarzen Block. Was folgt, ist eine Repressionswelle gegen die oppositionelle Jugend und ein gefährlicher Kampf um Einflusssphären zwischen Moskau und Brüssel am östlichen Rand der EU.

Moldau war einst eine Sowjetrepublik. Ein Teil des Ministaats hat sich mit russischer

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