Wegen "giftiger" Wertpapiere in der Bilanz ruft die Bawag nach Staatshilfe

Politik | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Der Bundeskanzler lässt den Chef der Raiffeisen Zentralbank abends aus der Oper holen, andere Spitzen der Finanzbranche warten schon im Kanzleramt. In einer Krisensitzung retten Regierung und die großen Kredit- und Versicherungsinstitute die Bawag mittels Staatshaftung und frischem Kapital. Die Bilanz der Bawag ist sichergestellt. Das war 2006.

Weniger als drei Jahre später ist es wieder so weit: Die Bawag hat wieder Bilanzprobleme und schreit um staatliche Hilfe.

Entstanden ist das Dilemma durch massive Abwertungen von Finanzprodukten im Portfolio der einstigen Gewerkschaftsbank. Wie hoch das Minus tatsächlich sein wird, soll erst nach Falter-Redaktionsschluss in einer Pressekonferenz verkündet werden. Im Hintergrund laufen jedoch bereits Verhandlungen mit der Republik über eine Eigenkapitalspritze von mindestens 500 Millionen Euro und eine Garantie in derselben Höhe. Die Politik nennt aber als Bedingung für ein derartiges staatliches Einspringen, dass der Bawag-Mehrheitseigentümer,


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