Hybrid aus Hure und Söldner

Politik | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Ein junger österreichischer Banker in London spricht über die Krise seiner Branche

Bericht: Martin Gantner

Wenn T. zu Bett geht, weiß er, wie die Börsen geschlossen haben, und er hat eine Vorstellung, wie sie am nächsten Tag öffnen werden. T. ist Banker bei einer internationalen Großbank in der City of London - neben der Wall Street das zweite Epizentrum des globalen Bebens. "London liegt unter einer Wolke der Depression", sagt T.

Es ist eine gänzlich andere Stadt als jene, die er vor drei Jahren kennengelernt hat, als er hierherzog. Die Stadt an der Themse war der Big Apple Europas. "Du hattest die Möglichkeit, in wenigen Jahren sehr viel zu arbeiten und noch mehr zu verdienen." Junge Universitätsabsolventen aus ganz Europa folgten diesem Versprechen in die britische Hauptstadt. "Alle glaubten, es ginge nur nach oben." Für einige Jahre sollte dies auch stimmen. T. arbeitet oft 120 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Oft verlässt T. seinen Terminal mit mehreren Bildschirmen erst


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