Die Reform des Islamunterrichts soll Ende April abgeschlossen sein. Durch die Eile sinkt die Qualität

Politik | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Analyse: Stefan Apfl

Mouhanad Khorchides Studie über islamische Religionslehrer ließ nur einen zwingenden Schluss zu: die lange geforderte, umfassende Reform. Denn ein Viertel der 400 Lehrer, so die Ergebnisse, lehnen Demokratie, Rechtsstaat und Integration ab - gemeinsam unterrichten sie 50.000 Schüler. Auf den Druck von Medien, Opposition und Stammtischen hin beschlossen Anas Schakfeh, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGIÖ), und Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ), bis Ende April ein "Maßnahmenpaket" umzusetzen. Das war Anfang Februar. Was ist in den knapp drei Monaten bei den zentralen Vorhaben - Deutschtests, Lehrbücher, Lehrpläne - geschehen?

Zunächst zu den Deutschtests, die die neun Schulräte durchführten. In Wien, wo mit 169 die meisten Islamlehrer unterrichten, sind drei Personen "durchgefallen". 157 wurden gar nicht erst auf ihre Sprachfähigkeit überprüft, weil sie Matura oder Studium in einem deutschsprachigen Land vorweisen können. Die Anweisung


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