Kapitaler Korrekturbedarf

Politik | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Zwischen Kernölsozialismus und Kotzpopulismus: die Umverteilungsdebatte in Österreich. In der Krise fallen Tabus wie die Reichensteuer. Und alle werden zahlen

Analyse: Julia Ortner

Kernöl am Salat gerne, aber seinen "Kernölsozialismus" kann er sich behalten, dieser Voves. Der steirische Landeshäuptling ist ohnehin nur "ein gelernter Eishockeyspieler", der sich jetzt mit seinem linkslinken Wirtschaftsprogramm aufpudeln will. Franz Voves' Konzept inklusive Vermögensteuer und Reverstaatlichungsgedanken regt den Krone-Schreiber als Beschützer aller kleinen Häuselbauer wirklich auf. Genauso wie den bürgerlichen Querschläger Christian Ortner. Der sieht in der Presse wegen Voves' Ideen gar eine Art "Kotzpopulismus" heraufdräuen. Untergriffe und Emotionen - darauf reduzieren viele Gegner von Vermögensabgaben die gesamte Umverteilungsdebatte.

Auch der steirische SPÖ-Chef, Motto "Die Zeit der Gier ist vorbei", spielt auf dem Gefühlsklavier. Vergangenen Donnerstag marschierte Voves nicht


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