Leise sein wollte sie nie

Medien | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Die taz, das Paradeblatt linker Gegenkultur, feiert den 30er

Nachschau: Christine Zeiner

Klinsmann am Kreuz, da hört sich der Spaß auf - jedenfalls für den FC Bayern. Sein Trainer war auf der Titelseite der Osterausgabe der Berliner tageszeitung, kurz taz, zu sehen: "Always look on the bright side of life" stand daneben, die Nummer aus dem Monty-Python-Film "The Life of Brian" - Jürgen Klinsmann als Brian-Fotomontage. Nun will der Tormann klagen. Die taz antwortet so: "Wir stellen nur satirisch dar, wie Klinsmann in der Öffentlichkeit vom Heilsbringer zum Buhmann und Nichtskönner degradiert wurde."

Die taz gibt es inzwischen seit 30 Jahren. Leise sein wollte die Zeitung noch nie. Was aber gute Provokation ist, was spaßig ist, was klug und was einfach nur blöde, darüber sind sich seither weder Schreiber noch Leser einig. Gemein ist den tazlern nur, "links" sein zu wollen, "kritisch", "anders" und einer "Gegenöffentlichkeit verpflichtet" zu sein. Das kann heißen, Meldungen ins Blatt


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