Du musst dein Leben ändern

aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Der Schwede Per Olov Enquist hat seine Autobiografie geschrieben - als Roman in der dritten Person

Buchkritik: Sebastian Fasthuber

Wer seine Autobiografie verfasst, hat es nicht leicht. Vor allem, was den Titel betrifft, denn aufgrund der Thematik bewegt man sich auf engem Terrain. "Ich" überschrieb Helmut Berger seine Lebensgeschichte, "Ich nicht" Joachim Fest seine Kindheitserinnerungen. Marcel Reich-Ranicki wählte "Mein Leben", während die Vorväter der Gattung, Augustinus und Rousseau, "Bekenntnisse" verfassten.

"Ein anderes Leben" heißen nun die "Confessiones" von Per Olov Enquist, dem nicht nur wegen seiner 1,97 Meter großen schwedischen Autor. Seit Romanen wie "Der fünfte Winter des Magnetiseurs" gilt der glänzende Stilist als einer der bedeutendsten europäischen Erzähler. Seine eigene Geschichte erzählt er bemerkenswerterweise in der dritten Person, als wäre von einem anderen die Rede.

Großes Augenmerk widmet Enquist (1934 im Dorf Hjoggböle geboren) seiner Kindheit in Nordschweden,


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