Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

… dass die Fiaker übersiedeln sollen. Bezirksvorsteherin Ursula Stenzl fordert ihre Verlegung vom Stephansplatz zu Natur- und Kunsthistorischem Museum. Grund sei der Mistgeruch und die Sonne auf dem Platz beim Dom. Die Fiakerinnung ist wenig begeistert. Derweil kurvt die erste barrierefreie Kutsche durch Wien - mit Auffahrtsrampe für Rollstühle.

… dass der Fall Aeryn Gillern neu aufgerollt werden soll. Das berichtet die Gratiszeitung Heute. Der US-Bürger verschwand 2007 spurlos aus einer Wiener Schwulensauna. Seine Mutter wirft den Ermittlern Desinteresse und Homophobie vor. Jetzt bittet Kathy Gilleran den US-Senat und Präsident Obama um Hilfe bei der Aufklärung.

… dass die Serviten aus dem Servitenviertel raussollen. Seit 370 Jahren wirkt der Mönchsorden am Alsergrund. Die letzten drei Serviten sollen ab August die Pfarre verlassen - aus Geldmangel. Anrainer protestieren und sammeln für den Verbleib ihrer Padres sogar Unterschriften.

… dass Sisi nicht zur Ruhe kommt. Die Hofburg dient dieser Tage wieder als Drehort für einen Film über die Exkaiserin. Christiana Capotondi mimt Sisi, weitere Rollen im Fernsehzweiteiler spielen Martina Gedeck und David Rott. Die Produzenten versprechen einen intelligenten Zugang - warum nehmen sie dann dieses Thema?

… dass Unbekannte derzeit in U-Bahn-Waggons Plakate lancieren. Layoutmäßig lehnen sie sich täuschend echt an die Wiener Linien an - inhaltlich verkünden sie Konträres. Etwa: "Wir bitten Sie, für Straßenmusikerinnen und Bettlerinnen ein paar Münzen bereitzuhalten. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zu einem solidarischen Zusammenleben. Der guten Ordnung halber."


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