Vollzeit am Berg

Stadtleben | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Die Kleingartensiedlung Hackenberg in Döbling soll umgewidmet werden. Bei vielen Bewohnern stößt das auf erbitterten Widerstand

Bericht: Joseph Gepp

Gartenzwerge, sorgsam gestutzte Hecken und die sanft geschwungenen Weinberge der Wienerwaldhügel im Hintergrund. So sieht der derzeit größte Umwidmungskonflikt in Österreich aus.

Sievering, Krottenbachstraße. Der Hackenberg umfasst 66 Hektar, das entspricht zwei Dritteln der Josefstadt. 474 Menschen pflegen hier ihre Schrebergartenhäuschen. Zumindest bisher.

Denn nun soll ein ganz normales Wohngebiet aus dem Hackenberg werden. Statt "Kleingarten" soll die Widmung auf "ganzjährig wohnen" lauten. Das befürworten schwarze Bezirks- wie rote Stadtregierung. Und auch rund die Hälfte der Bewohner stimmt zu. Für sie bedeutet die Umwidmung eine enorme Wertsteigerung.

Umso vehementer bekämpfen sie Anrainer und die zweite Hälfte der Hackenberger. Denn "ganzjährig wohnen" ginge mit einem Verbau der Schrebergartenparzellen und veränderter Infrastruktur


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