Abschwung in Bunt

Steiermark | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Modemacher, Designerinnen und Grafiker mühen sich oft am Rande des Existenzminimums ab. Jetzt ist auch noch die Krise ausgebrochen. Ein Stimmungsbericht aus Grazer Kreativlabors

Reportage: Gerlinde Pölsler, Thomas Wolkinger

Kaum war letzten Hochsommer die Krise ausgerufen, wurde sie auch schon direkt zu uns durchgereicht", sagt Mark Jenewein. Auf einen Schlag brachen dem Architektenkollektiv Love zwei große Projekte weg. Die Auftraggeber: "Zwei Unternehmen, die es in der Finanzkrise gleich mal richtig zerlegt hat." Der eine war ein heimischer Immobilienentwickler, der einen großen Umbau abblasen musste. Der zweite, ein ausländischer Investor, hatte für seine Appartementanlage in Österreich schlicht kein Geld mehr. Später verabschiedete sich noch ein Österreicher von einem geplanten Hotel-Shopping-Büro-Komplex in Sofia. "Vor einem Dreivierteljahr war das Ostgeschäft noch ein Riesenthema", so Jenewein. "Heute sagt jeder: Lass mich damit bloß in Ruh'."

Leicht war es für die Kreativwirtschaft


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