Theater Kritiken

Schlicht und ergreifend: Malina auf der Probebühne

Steiermark | aus FALTER 17/09 vom 22.04.2009

Mit Malina hat Ingeborg Bachmann einen faszinierenden Text geschrieben. Patrik Schlössers Bühnenversion ruft das wieder in Erinnerung. Schlicht und ergreifend. Das ist keine geringe Leistung. In ihrem einzigen Roman hat Bachmann die Stimme ihrer traurigen Gedichte, ihrer oft hoffnungslosen Erzählungen einer Frau geliehen, deren Blick auf das Leben verzerrt wird von vor Unruhe vibrierenden Augenblicken. Drei wunderbare Darstellerinnen sprechen das von Bachmann konstruierte Ich: Verena Lercher, Martina Stilp und Gast Gertrud Roll. Doch der Text entwickelt einen solchen Sog, dass hinter den drei Darstellerinnen zuweilen nur mehr eine Stimme wahrzunehmen ist. HG

Schauspielhaus Graz, Do 20.00


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