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Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Dass Barack Obama früher mal im Falter Plattenkritiken geschrieben hätte, stimmt gar nicht, und wurde bis vor einem Halbsatz auch noch nie behauptet. Wahr aber ist, dass ganz schön viele der mächtigsten und einflussreichsten Menschen der Welt früher mal … Oder sagen wir so: Bevor sie ihr Wirken in anderen Winkeln der Welt, vor allem aber Wiens, höhö: entfalteten, haben viele gute Kräfte auch für den Falter gearbeitet. Und es bereitet Menschen mit Hang zur Sentimentalität und Sesselkleberei eine gewisse Genugtuung, wenn sie dann später wieder mal vorbeischauen.

Thomas Vašek zum Beispiel war Falter-Politikredakteur, bevor er dann zu profil und in die weite Welt ging, und schreibt heute die Gadget-Glosse in den Medien. Filmredakteur Michael Omasta ist der unangefochtene Doyen des Feuilletons (als das lange noch nicht so hieß), wurde in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts noch von Hans Hurch und Alexander Horwath angelernt und hat - als unbewegter Beweger und Fels in der Brandung - Heerscharen von Filmschreibern rekrutiert, gefördert, betreut, begleitet. Unter ihnen auch Michael Loebenstein, der hier fünf Jahre lang zu Beginn des 21. Jahrhunderts wirkte und heute in aller Welt (vor allem aber Wien) lehrt und lektoriert, kuratiert und kompiliert. Nun hat er einerseits das Avantgardefilmprogramm "Visionary" ko-konzipiert, das Joachim Schätz vorstellt (S. 29), und andererseits auch noch den kurzen Nachruf auf J.G. Ballard (S. 30) ganz uneitel beigesteuert.


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