Seinesgleichen geschieht

Zum 1. Mai: Wie wär's mit etwas politischer Positionsbestimmung?

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Heraus zum Ersten Mai! Seit Jahren verhallen meine ernst gemeinten Appelle, den stolzen Kampftag der Arbeiterklasse zu einem international beworbenen Event zu machen. Man kann es auch als Zeichen von Selbstbewusstsein werten, dass das Rote Wien sich selbst bei dieser Gelegenheit zwar musealisieren, aber nicht zum Event verkommen lassen will. Bei aller Häme von Kritikern, an der es selten fehlt, ist es gerade das Unzeitgemäße dieser Veranstaltung, was ihren Charme ausmacht. Sie hat etwas von historischer Rekonstruktion, und wenn die Damen und Herren auf der Tribüne dann die Internationale singen, kommt so etwas wie jenes Menschenrecht wieder zu Bewusstsein, das im Alltag gern den Erfordernissen der Medialpartnerschaft geopfert wird.

Daher war mein Vorschlag nie zynisch gemeint; das Interessante an den Maiveranstaltungen in Wien ist eben, dass sie nicht Rekonstruktionen sind, wie eine nachgespielte Napoleonschlacht mit kostümierten Teilnehmern, sondern dass sich bei ihnen eine Bewegung

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