Kommentar

Hart Burg Mann: die erste Inszenierung des neuen Burg-Chefs

Theater

Falter & Meinung | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Wie sich die Zeiten ändern: Als Claus Peymann Burgtheaterdirektor wurde, war das noch ein Kulturschock, der die gesamte Republik erzittern ließ. 23 Jahre später tritt Matthias Hartmann das Amt an, und die Republik hat andere Sorgen. Dabei ist der Neue genauso ein Piefke wie Peymann, und in Bochum war er auch. Der Vergleich hinkt einerseits natürlich, weil es einen wie Peymann wirklich nur einmal auf der Welt gibt. Andererseits lassen sich aber schon Gemeinsamkeiten finden. Beide gelten als fähige Macher, wären aber lieber als führende Regisseure bekannt. Und wie Peymann weiß auch Hartmann, wie wichtig es in dem Job ist, sich selbst in Szene zu setzen.

Die erste große Selbstinszenierung des neuen Direktors verlief aber wohl nicht ganz nach Plan. Die Pressekonferenz, auf der Hartmann den Spielplan seiner ersten Saison bekanntgeben wollte, litt zunächst unter einem Spannungsdefizit: In einem offenbar gut recherchierten Beitrag hatte profil Hartmanns Pläne bereits drei Tage vor der


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