Die Krise frisst die Entwicklung auf

Falter & Meinung | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Der Wirtschaftseinbruch in den reichen Ländern wirft die Armutsbekämpfung in den armen Ländern zurück

Kommentar: Kurt Bayer

Ausgehend von den reichen Industriekapitalen mit ihrer überbordenden, schlecht kontrollierten Finanzindustrie hat die Wirtschaftskrise sich wie ein Ölteppich über die ganze Welt ausgebreitet. Dabei werden die ärmsten Länder besonders stark belastet.

Nach sieben (relativ) fetten Jahren, in denen weltweit mehr als 300 Millionen Menschen der ärgsten Armut entkommen sind, sind bereits im Vorjahr aufgrund der Nahrungsmittel- und Energiepreissteigerung etwa 150 Millionen wieder unter die offizielle Armutsschwelle (zwei Dollar pro Tag) gefallen; dazu kommen heuer mindestens 65 Millionen aufgrund der Krise. Dauert diese noch 2010 an, sind alle Erfolge bei der Armutsbekämpfung seit Millenniumsbeginn wieder zunichte gemacht.

Dazu kommt, dass in vielen weniger entwickelten Ländern die Folgen des Klimawandels durch Wasserknappheit, Bodenerosion, Trockenheit und zusätzliche


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