Vom Statussymbol zum Krisengefährt

Politik | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Wieso das Auto, wie wir es kennen, bald Geschichte ist. Und worauf die Autoindustrie in Zukunft stattdessen setzen wird

Bericht: Ingrid Brodnig, Nina Horaczek

Gabelstapler haben Vorfahrt. Dementsprechend schnell zischen sie durch die Gänge. Auf der Seite stehen Kisten mit Auto-Innereien, Männer und Frauen, rechts vom Fließband aufgereiht, montieren Plastikteile, Schrauben und Rohre an vorbeiziehende Motoren.

Die kilometerlange Fabrikshalle ist das Herzstück des General-Motors-Werkes in Wien-Aspern. Einst war es der Stolz jedes Kanzlers, vom roten Bruno Kreisky, der das Areal 1980 mit einem Spatenstich eröffnete, bis zum schwarzen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der noch 2002 sagte: "Wir sind stolz auf Aspern und auf das gesamte Team, das dahinter steht."

Heute ist die Politik schon froh, dass sich das Förderband in der riesigen Fabrikshalle noch bewegt. Denn Aspern ist auch Ausdruck der Krise, in der die weltweite Automobilindustrie steckt. Beinahe jeder der 1850 Arbeiter an den Laufbändern

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