Ins eigene Fleisch

Politik | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Warum der Arbeiter Zoran mitverantwortlich dafür ist, dass er vielleicht seinen Job verliert

Reportage: Michael Weiß

Zoran* kauft sich doch kein Auto. Eigentlich war alles schon fix geplant: Ein Opel Insignia sollte es sein, ein Neuwagen. Über das Internet hatte er sich ausführlich informiert, im Sommer wollte er zuschlagen. Jetzt ist alles anders. Zoran hat Angst, seinen Job zu verlieren. Er verzichtet deshalb auf so manchen Luxus, den er sich sonst leisten würde. Das neue Auto gehört dazu. Selbst der Familienurlaub in Kroatien fällt heuer aus.

Vor fast 20 Jahren ist Zoran aus Bosnien nach Österreich gekommen. Jetzt ist er 36 und bewohnt zusammen mit seiner Frau und den beiden Töchtern ein Reihenhaus im niederösterreichischen Laa an der Thaya, nahe der tschechischen Grenze. Im Alltag würde er die Krise noch nicht zu spüren bekommen, meint Zoran. Nur seine 15-jährige Tochter müsse mit weniger Taschengeld auskommen. "Aber das ist mehr eine symbolische Aktion", sagt ihr Vater.

Nicht


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