Sein letzter Kampf: Honsik-Anwalt Herbert Schaller darf bald nicht mehr vor Gericht

Politik | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Bericht: Nina Horaczek

Es war einer seiner größten Auftritte der letzten Jahre. Und wird wohl einer der letzten bleiben. Rechtsanwalt Herbert Schaller, der gerade den Rechtsextremisten Gerd Honsik vor Gericht vertrat, muss sich aus dem Gerichtssaal zurückziehen.

Das geht aus der Beantwortung einer Anfrage des grünen Justizsprechers Albert Steinhauser an Justizministerin Claudia Bandion-Ortner hervor. Der mittlerweile 86-jährige Jurist, der sich in der rechtsextremen Szene als Verteidiger des Who's who internationaler Holocaustleugner wie David Irving, Emil Lachout oder Ernst Zündel einen Namen gemacht hat, darf keine neuen Fälle übernehmen - allerdings nicht aus politischen, sondern aus Altersgründen.

Da der 1923 geborene Jurist die Altersgrenze für Verteidiger schon längst überschritten hat, darf Schaller laut Justizministerium nun keine neuen Verfahren mehr übernehmen. Lediglich Prozesse, die Schaller führte und die nun in Berufung sind, kann er noch abschließen. Eigentlich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige