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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Being Alfred Gusenbauer. Der Bundeskanzler a. D., Referatsleiter in der niederösterreichischen Arbeiterkammer und Vortragender auf amerikanischen Universitäten sowie Chef einer Projektentwicklungsfirma, wurde vom Zeit Magazin auf jenem Platz interviewt, auf dem bis vor kurzem der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt eine Zigarette rauchte. Alles total so, wie wir unseren Gusi in Erinnerung haben. Das größte Problem, als er Regierungschef wurde? "Als ich in die Politik kam, musste ich erst mal verhindern, dass mich die Tagesarbeit von meiner Passion abbrachte, mindestens ein Buch pro Woche zu lesen, das nichts mit meinen Akten zu tun hat." Aber immerhin: "Allein im Januar waren es 19 Bücher", was seinem Interviewer ein "Unerhört!" entlockt. Und was sagt Gusenbauer auf die Feststellung des Zeit Magazins: "Sie könnten heute Elder Statesman sein, sind aber zu jung für den über dem Volk schwebenden Weisen"? "Jugend sollte vor Weisheit nicht schützen. Ich war schon oft der Jüngste. Vielleicht werde ich einmal der jüngste Elder Statesman."


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