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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Kann sich eigentlich noch jemand an die Zeiten erinnern, als das iPhone noch als Luxusprodukt gegolten haben soll? Es ist gar nicht so lange her, da staunten alle, wenn einer das Ding aus der Tasche zauberte und mit den Fingern darauf herumzoomte. Der Aha-Effekt hat sich schnell abgenützt. Mittlerweile wird das Land mit Apple-Handys richtig überschwemmt: Das Gerät kostet fast nichts mehr, die halbe U-Bahn telefoniert damit und selbst in Fernsehsendungen schicken sich die Protagonisten via Apple Nachrichten zu. Da fühlt man sich fast wie ein Mitläufer, wenn man ebenfalls eines besitzt. Aber eigentlich ist das ja fast schon wieder charmant, diese Wandlung vom Schnösel-Handy zum Hausfrauen-Telefon. Für Apple ist die Breitenwirksamkeit ziemlich praktisch. Mitten in der Wirtschaftskrise hat das Unternehmen seinen Gewinn nochmals vergrößert. Der Erfolg hat allerdings auch Schattenseiten. Schon jetzt gibt es überzeugte iPhone-Hasser. Wehe also, wenn Apple weiter zulegt. Vielleicht wird es dann gleich beliebt wie Microsoft.


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