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Feuilleton | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Anarchischer Kindskopf, wirres Genie: Neues vom Wiener Untergrund-musikanten Sir Tralala

Würdigung: Gerhard Stöger

Sir Tralala kommt um eine halbe Stunde zu spät zum Interview. "Meine Bio-Uhr funktioniert vor zwölf nicht so gut", entschuldigt er sich. Außerdem stecke er gerade mitten in der Arbeit zum ersten Video für sein neues Album "Escaping Dystopia", und während intensiver Kreativphasen neige er nun mal zu sanftem Autismus.

Eigentlich heißt der dünne Mann mit dem wirren Gesichtshaar und der komplizierten Bio-Uhr David Hebenstreit, aber das tut nicht viel zur Sache. Seit gut fünf Jahren nennt sich der 30-Jährige Sir Tralala und zählt als Freak ohne Netz und doppelten Boden zu den schillerndsten Figuren der Wiener Musikszene.

Der Sir ist digitaler Krachschläger und analoger Herzensmasseur, Eigenbrötler und Entertainer, Multiinstrumentalist und Generaldilettant, Weird-Folk-Genius und größenwahnsinniger Komponistenschelm. Er betreibt den Club "Popkulturgemüsebeet" im rhiz

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