Gemeinsam mit Bob Dylan durchs Leben gehen? Aber immer. Allerdings nicht mit seinem jüngsten Album

Feuilleton | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Plattenkritik: Klaus Nüchtern

Was The Church of Dylanology angenehm von anderen Sekten unterscheidet, ist ihr radikaler Individualismus: jeder sein eigener Hohepriester. Nach einem Konzert wissen manche von Dingen zu berichten, die His Bobness wirklich nur ihnen gesagt hat. Und mittlerweile funktioniert das sogar auf Konserve, wie Dylans soeben erschienenes Album "Together Through Life" beweist.

"Das Beste, Schönste und Größte, was der Meister in den letzten 30 Jahren seinem Publikum ausgeliefert hat", hatte Willi Winkler gehört, wie er in der SZ bekannte - wohingegen Caspar Llewellyn Smith in seinem Guardian-Blog trocken anmerkte, dass Bob Dylans Begleitinterviews zu seinen Platten mittlerweile besser seien als diese selbst.

Dazwischen liegt ein weites Feld, wahr aber ist, dass "Together Through Life" schon gegenüber dem vor gut zweieinhalb Jahren erschienenen (allerdings nachhaltig guten) "Modern Times" deutlich abfällt.

Dabei beginnt es eigentlich recht vielversprechend: "Beyond Here


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