Unterschwellig überschaubar

Stadtleben | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Wohnquartier mit Dorfprinzip: das neue Nordbahnhof-Projekt WAP von PPAG

Bauvisite: Christopher Wurmdobler

Wohnhausanlage ist fast das falsche Wort, obwohl das Wohnen sogar im Projektnamen (Wohnen am Park/WAP) vorkommt. Lebensraum wäre richtiger, denn wer demnächst eine der 274 Wohnungen bezieht, die die Architekten Anna Popelka und Georg Poduschka mit ihrem Büro PPAG für das ehemalige Nordbahnhofgelände geplant haben, sollte mehr davon erwarten, als einfach nur in guter Lage zu wohnen. Ein bisschen öffentlich leben wollen muss man schon auch.

Zwischen Vorgartenstraße und Rudolf-Bednar-Park ist ein erstaunlicher, zehngeschoßiger Riegel mit 190 Meter Länge und 22.450 Quadratmeter Nutzfläche entstanden. Dabei gleicht kaum eine Wohnung vom Grundriss her der anderen, die flirrenden Fassaden - zur Straße spielt man mit Normfenstergrößen und -variationen, Richtung Park mit rosa Glas an den Balkonen - sind alles andere als gleichförmig. Auch die vier Stiegenhäuser und die Gänge auf


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