Was fährt denn da?

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Die Draisine: Treten, nicht pumpen!

Bericht: Sebastian Fasthuber

Was, ein Fahrrad? Wer sich auf eines der Gefährte der Weinvierteldraisine schwingt, die auf einem nicht mehr genützten Gleisabschnitt zwischen Ernstbrunn und Asparn an der Zaya im Naturpark Leiser Berge verkehrt, und bemerkt, dass man hier in die Pedale treten muss wie bei einem ordinären Drahtesel, der denkt erst mal an charmanten Etikettenschwindel.

Denn als Draisine hat man im Kopf etwas anderes abgespeichert.

Schuld sind die alten Western- und Slapstickfilme, in denen sich Helden und Schurken Verfolgungsjagden auf Schienen lieferten. Durch Auf- und Abbewegen des charakteristischen Hebels nahmen ihre witzigen Gefährte Schwung auf, dafür sorgte die Übertragung der durchs "Pumpen" erzeugten Kraft auf die Räder.

Die Handhebeldraisine, die vor allem im amerikanischen Bahnsystem Einsatz fand, war aber nur eine Bauform. Erstmals gebraucht wurde der Name für ein zweirädriges Schienenfahrzeug, das 1837 in Wien als Fortbewegungsmittel


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