Nur ein toter Hippie ist ein guter Zombie

Steiermark | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Woodstock, diese ranzige Urgroßmutter aller Rockfestivals, wird 40. Warum der Mythos sterben muss, damit wir weiterleben können. Anmerkungen aus Anlass des Festivals "absolutely free", das ab dieser Woche dem "Woodstock-Effekt" nachspürt

Essay: Marcus Maida

Ich bin ein guter Indianer", sagte der Legende nach Comanchen-Häuptling Tosowi zu US-General Sheridan im Jahr 1869. Dieser antwortete: "Die einzigen guten Indianer, die ich gesehen habe, waren schon tot." Hundert Jahre später fand im 4000-Seelen-Ort Bethel, 150 Kilometer von New York, mit Woodstock und seinen fast 500.000 Besuchern das einfluss- und mythenreichste Festival der Popkultur statt - und der gute Hippie ward geboren. Keine zehn Jahre später wandelten die Punks den Brutalo-Sager Sheridans für ihre Zwecke um: "Nur ein toter Hippie ist ein guter Hippie." 40 Jahre später ist das erneut Geschichte: Sie leben! Angesichts der plakativen Grabenkämpfe und subversiven Wertungswandel in einer postmodernen Kultur heißt es auf


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