Mit der wütenden Poesie des Widerstands

Steiermark | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Der Agit-Rapper und Pop-Prediger Saul Williams spielt das Eröffnungskonzert von "absolutely free"

Porträt: Tiz Schaffer

I presented my feminine side with flowers", schreibt Saul Williams in einem Gedicht seines Lyrikbandes "She" (1999). Auch wenn es die naheliegendste Assoziation sein mag: Saul Williams wird das Grazer Festival "absolutely free" nicht mit einer Blume im Haar besuchen. Saul Williams ist ein zorniger Prediger, ein Intellektueller des Rap, ein agitierender Aufklärer im Betriebssystem Pop. Er ist eine in postmoderner Vielschichtigkeit verfasste Protestnote.

"Im Anfang war das Wort", heißt es in der Bibel. Gleiches könnte man auch für Williams behaupten. 1996 sorgt er im legendären Nuyorican Poets Café - einer Institution vor allem für afro-amerikanische Literaturaktivisten - für Furore. Williams gewinnt den "Grand Slam", sicher eine der bedeutendsten Auszeichnungen der Szene, und gibt bald darauf im Film "Slam" einen Poeten von der Straße. Die Independent-Produktion

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