Weiß Bürgermeister Nagl, was er sich aufgehalst hat?

Steiermark | aus FALTER 18/09 vom 29.04.2009

Mega-Planungsressort bedeutet: Gierige Investoren, zornige Bürgerinitiativen - und "Modell Graz" gilt auch als gescheitert

Bericht: Donja Noormofidi, Gerlinde Pölsler

Ob Siegfried Nagl klar ist, was das Planungsressort bedeutet, das er nun übernommen hat? Vizebürgermeisterin Lisa Rücker fürchtet: nein. "Als Planungsstadtrat muss man viel unterwegs sein und mit Bürgerinitiativen sprechen." Sie will sich nicht mit Beamten abspeisen lassen: "Ich brauche ein Gegenüber, das entscheiden kann." Auch stehen hinter der Bau- und Anlagenbehörde und der Stadtbaudirektion mächtige Beamte - "Die muss man führen wie eine Horde Hengste", sagt Ex-Stadtrat Werner Miedl, früherer Chef der Baubehörde.

Dass Planung jetzt "Chefsache" ist, begrüßt Markus Bogensberger, Vorstand des Hauses der Architektur (HdA) - auch, weil "Nagl nun offen sagen muss, was er will und was nicht". Den meisten Planern gilt Nagl als zu investorenfreundlich. Ein Architekt, der ungenannt bleiben will, meint, Nagl habe schon


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