Kolumne

Der Zerfall Pakistans verleitet den Westen zur Kurzsichtigkeit

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Bewaffnete Taliban keine 100 Kilometer vor der pakistanischen Hauptstadt - und kein sichtbarer Widerstand der Armee gegen den Vormarsch der Gotteskrieger. Die Hiobsbotschaft aus Islamabad löste Ende April im Weißen Haus in Washington Panik aus. US-Außenministerin Clinton warnte, ein islamistischer Umsturz im Atomstaat wäre eine tödliche Bedrohung für die gesamte Welt.

Aus dem Straßenbild des umkämpften Buner-Bezirks sind die Aufständischen inzwischen wieder verschwunden. Die pakistanische Regierung spricht von wilden Übertreibungen des Westens, schließlich seien ein paar tausend Untergrundkämpfer für die 500.000 Mann starke Armee keine wirkliche Bedrohung. Vorsichtshalber trainieren amerikanische Spezialeinheiten dennoch, wie pakistanische Atomwaffen im Krisenfall gesichert werden könnten.

Wie groß die Gefahr tatsächlich ist, dass mit Al-Kaida verbündete pakistanische Kämpfer die Macht übernehmen, wird seither heftig diskutiert. Dass bärtige Fanatiker in Millionenstädten

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