Ein Politmord in Wien? Ramsan Kadyrow spricht

Politik | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Der tschetschenische Präsident äußert sich erstmals zum Attentat an Umar Israilov. Er hatte den Ermordeten gekannt

Bericht: Florian Klenk

Vor vier Monaten wurde der tschetschenische Flüchtling Umar Israilov in Wien erschossen. War die Tat ein Auftragsmord des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow?

Nun hat sich der Despot in der Presse geäußert. Kadyrow, ein Schützling Wladimir Putins, gibt nicht nur zu, Israilov gekannt zu haben. Er erzählt auch, den Kronzeugen zur Rückkehr nach Grosny aufgefordert zu haben. Mit der Tat und anderen Morden von Kritikern in Moskau und Dubai will er aber nichts zu tun haben.

Die Vorgeschichte: Mehrmals hatte Israilov die Behörden darüber informiert, dass ihn Handlanger Kadyrows in Wien töten wollen. Israilov hatte Kadyrow in mehreren Prozessen der Folter beschuldigt. Kadyrow, damals noch Sicherheitschef, habe ihn selbst in einem Boxklub misshandelt.

Bald danach floh Israilov nach Österreich. Asylbehörden hielten seine Angaben für plausibel,

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