Einer Tat verschrieben, die kein gutes Ende nehmen wird

Politik | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

150 Jahre nach der Schlacht von Solferino erzählt Robert Dempfer die Geschichte des Roten Kreuzes von damals bis heute

Rezension: Michael Weiss

Der 31-jährige Kaufmann im Leinenanzug hatte einen Plan. Ausgerechnet Algerien wollte Henri Dunant zur Kornkammer Frankreichs machen, und war deshalb seinem Kaiser Napoleon in den Krieg nachgereist, nach Norditalien. Der Schweizer brauchte eine Unterschrift des ambitionierten Feldherren und wollte dessen gute Laune nach dem Sieg über Österreich nutzen. Doch es kam anders. Beim Anblick des Schlachtfelds bei Solferino beschloss Dunant, auf seine Vision zu verzichten - und stattdessen zu helfen. Zwei Jahre später schrieb er "Eine Erinnerung an Solferino" und legte damit den Grundstein für die heute größte nichtreligiöse Organisation der Welt: das Rote Kreuz.

Dunants Buch ging um die Welt, und mit ihm seine Idee einer neutralen Hilfsorganisation, die in Zeiten des Kriegs einschreitet, um jenen zu helfen, denen sonst niemand hilft, ungeachtet dessen,


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