Wie gedruckt

Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Wenn der Herausgeber persönlich ausrückt, um FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu interviewen, muss natürlich ein Knüller herauskommen. Sonst wäre Österreich nicht Österreich und Wolfgang Fellner nicht Wolfgang Fellner. Also sorgt Strache für eine "innenpolitische Sensation" und sagt, dass er Bürgermeister von Wien werden möchte. Das hat er zwar schon 100-mal gesagt, aber zumindest in Österreich sorgt es noch für Aufregung. Vor allem, wenn man sonst nichts Spektakuläres in dem Interview findet. Lustig wird das Zwiegespräch auch, wenn Strache vom EU-Beitritt Russlands spricht, was Fellner mit der dann zu erwartenden "Ausländerschwemme" kontert. Da hat wohl wer die Rollen vertauscht. Schließlich fragt Fellner noch, "Sie wollen allen Ernstes im Direkt-Duell gegen Michael Häupl antreten?", als habe er noch nie ein "Strache gegen Häupl"-Plakat gesehen, mit dem die Blauen ganz Wien zugekleistert haben. Könnte vielleicht wer vom FPÖ-Werbetrupp eines der blauen "Duell um Wien"-Plakate vor der Österreich-Redaktion aufhängen?


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige