Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

... dass am Donaukanal der Tel-Aviv-Beach eröffnet wurde. Mit Sand, Loungemusik und blauem Hintergrund kommt das Lokal anlässlich100 Jahre Tel Aviv reichlich unpolitisch daher - was Aktivisten nicht daran hinderte, bei den SPÖ-Maifeiern ein Transparent aufzuspannen: "Tel Aviv Beach? Was sagt SPÖ?" Bei SP, SJ und israelischer Botschaft kann man sich das nicht erklären. Finanziert wird das Projekt laut Botschaft von Israel, Wien stellt den Platz am Kanal.

… dass sich rund 10.000 Freiwillige an der städtischen Aktion "Wien räumt auf" beteiligten. Sie sollte das Bewusstsein für die Verschmutzung der Stadt steigern, zog sich über zehn Tage bis vergangenen Freitag, die Helfer wurden von der MA 48 ausgerüstet. Auch Prominente wie Alfred Dorfer und Willi Resetarits beteiligten sich am Sammeln von 26 Tonnen Müll.

... dass ein Straßenbahnfahrer, der 2008 betrunken in eine Kreuzung fuhr und eine Joggerin verletzte, zu zehn Monaten Haft und Schmerzensgeld verurteilt wurde. Er hatte 0,94 Promille Restalkohol im Blut, die Ampel war rot. Erst vor kurzem verursachte ein betrunkener Bim-Fahrer in Simmering einen Unfall.

... dass Stadtpolitik enthusiastisch auf die kürzlich präsentierte Mercer-Studie reagiert, die Wien zur Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität erklärt hat. Vizebürgermeisterin Renate Brauner schwärmte von der "lebenswertesten Stadt der Welt". Aber warum schnitt die Wiener Idylle im Infrastrukturranking vergleichsweise mittelmäßig ab? Laut Brauner liegt das an der Perspektive internationaler Manager. Diese würden sich über die mangelnde Zahl von Flügen nach Wien beschweren - wofür die Stadt nun wirklich nichts könne.


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