Melange mit Handschlag

Stadtleben | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Wo wird in Wien Lobbying betrieben? Wo fallen bei Kaffee und Kuchen wichtige Entscheidungen? Ein interessengeleiteter Stadtspaziergang

Bericht: Joseph Gepp

Auf halbem Weg zwischen Berlin und Belgrad liegt ein Städtchen namens Wien. Globale Entwicklungen, hieß es früher, würden dieses Städtchen langsamer erreichen als manches andere - und wenn sie kommen, dann sei das auch nur halb so schlimm.

Vielleicht ist der "Lobby Planet" deshalb in Berlin erschienen. Dort ist Lobbying ausgeprägter als in Wien. Es beschreibt die informelle Einflussnahme auf öffentliche Entscheidungsfindung durch Firmen, NGOs und andere Interessengruppen. Der Ausdruck kommt von "Lobby", der Vorhalle des britischen Parlaments.

Lobbying kann man auf zwei Arten definieren: Im strengen Sinn gibt es Verbände, die für Branchen und Konzerne arbeiten. Sie beschäftigen registrierte Lobbyisten. In Berlin tummeln sich davon etwa 3000, in Washington, D.C., 60.000, für Wien existiert keine derartige Registrierung.

Breiter und


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