Kräfte, die Flügel verleihen

Stadtleben | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Zu DDR-Zeiten dopte der Sportarzt Bernd Pansold Jugendliche ohne ihr Wissen. Heute betreut er Red-Bull-Sportler

Bericht: Gerd Millmann

Vor 20 Jahren fiel die Mauer. Ein Jahr später war die DDR, das Arbeiter- und Bauernparadies, Geschichte. Nur wenige Produkte konnten nach der Vereinigung mit der BRD im kapitalistischen Wettstreit bestehen, zum Beispiel Rotkäppchensekt oder Trabis für spleenige Wessis.

Oder Sportärzte und Trainer, das weitaus erfolgreichste Exportprodukt der DDR. Zu hunderten fanden sie nach der Wende in aller Welt Aufnahme. Aus guten Gründen. 1988 etwa, noch vor dem Mauerfall, bei den Olympischen Spielen in Südkoreas Hauptstadt Seoul, errangen die von ihnen präparierten Athleten 102 Medaillen. Nur das sozialistische Bruderland UdSSR war mit 132-mal Edelmetall erfolgreicher. Der Klassenfeind USA wurde mit nur 94 Medaillen auf Platz drei verwiesen. "Ein Beweis der Überlegenheit des sozialistischen Systems", wie DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker zufrieden resümierte.


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