Fußball

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Der Denkfehler des Jürgen Klinsmann

Der entlassene Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann ist an einem Denkfehler gescheitert: Er wollte aus Fußballern bessere Menschen machen. Deshalb ließ er im Vereinszentrum eine Bibliothek einrichten. Darüber haben sich die Bayern-Stars so gefreut wie Ursula Stenzel über eine neue Punschhütte. Fußballer sind wie Buben: Sie interessieren sich nicht für Bücher, sie wollen nur kicken. Und wenn ihnen fad wird, spielen sie am Computer (eher nicht Schach) oder schauen sich einen Film an (eher nicht im Filmmuseum). Dazu passt eine Geschichte aus Linz: Lask-Spieler Thomas Prager fiel beim Trainer in Ungnade, weil er im Mannschaftsbus nicht zugeschaut hatte, als ein Video über den Gegner gezeigt wurde. Er sei gegen die Fahrtrichtung gesessen, verteidigte sich Prager. Die Wahrheit ist: Hätten sie einen gescheiten Film gespielt, hätte er sich umgedreht.


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