Basics

Grundkurs Kochen (32)

Stadtleben | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Wenn man zuckert den Rhabarber, dann bekommt die rote Farb er

Auf den (Bauern-)Märkten gibt es nun wieder Rhabarber, und allen, die daran vorbeilaufen und nicht wissen, was man damit anstellen soll, sei gesagt: Sie verpassen etwas - und Kompott. Rhabarber ist botanisch eine Gemüsepflanze, zählt zur Familie der Knöterichgewächse und sollte nur bis Johanni (24.6.) geerntet und verzehrt werden, da sonst der Anteil an giftiger Oxalsäure zu hoch ist. Deshalb sind auch die Blätter ungenießbar, gegessen werden jetzt die jungen Stängel, und das geht so: Zuerst die Stängel schälen (weil auch in der Schale Oxalsäure vorhanden ist). Dazu unten und oben mit dem kleinen Küchenmesser in die Stängel schneiden und die Schale einfach in beiden Richtungen abziehen. Aufpassen, dass man dabei nicht zu großzügig ist, sonst bleibt uns ja vom feinen Rhabarber nichts mehr übrig.

Die geschälten Stangen schneiden wir in Stücke, geben sie mit etwas Wasser und Zucker in einen Topf und kochen in wenigen Minuten das Kompott. Dabei lässt sich beobachten, wie das ursprünglich gelb-grünliche Gemüse einen rosa bis roten Farbton annimmt. Das Kochen nimmt auch die Restsäure weg, wer will, gibt noch mehr Zucker dazu und "würzt" das Kompott mit Zimt. Erkalten lassen und entweder pur genießen oder mit Rahm oder Joghurt. In Kombination mit Milchprodukten ist Rhabarber nämlich leichter verdaulich, und das für manche Menschen beim Verzehr unangenehme raue Mundgefühl (eine chemische Reaktion: Kalziumoxalat) wird auch erträglicher. Doch, doch, Rhabarber schmeckt super! cw


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