Was fährt denn da?

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Schrauber bleiben

Bericht: Wolfgang Paterno

Freude korreliert hier zuweilen mit Beschädigungsgrad. Ein Fahrrad, an dem geschraubt werden soll, ist willkommen. Ein Vehikel, wie gerade hereingerollt: rostiges Metall, luftleere Reifen, rettet Richard Krönes den Tag: Unter seiner Ägide verwandelt sich Altmetall in ein verkehrstaugliches Rad zurück.

Seit einem Jahr leitet Krönes, 47, die Radwerkstätte der Initiative Neustart, ehemals "Arbeitsgemeinschaft Bewährungshilfe", ein vor mehr als 50 Jahren gegründetes, zum überwiegenden Teil aus Mitteln des Justizministeriums und einer hohen Eigenerwirtschaftungsquote finanziertes Arbeitstraining für Haftentlassene; die intensivierte Form der Begleitung ins Leben nach dem Freiheitsentzug umfasst zudem Bereiche wie Wohnbetreuung und Tatausgleich sowie die Möglichkeit, in unbekannten Arbeitsfeldern Erfahrungen zu sammeln.

Nach außen hin ist der Radreparaturbetrieb eine professionelle Fachwerkstatt mit wechselnden Mitarbeitern, vernünftigen Preisen


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