Japan subkutan. Mit Schmalztopf

Steiermark | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Gabriel Loidolt widmet seinen neuen Roman "Yakuza" der hohen Tätowierkunst

Buchbesprechung: Paul Pechmann

Der Grazer Gabriel Loidolt bleibt in "Yakuza" seiner Vorliebe für nicht alltägliche Liebesgeschichten treu: Aus der Perspektive eines Mannes in den besten Jahren erzählt der 56-jährige Autor von der Begegnung eines österreichischen Tätowierkünstlers mit einer Frau aus Sibirien, die sich ein großflächiges Irezumi auf den Rücken stechen lässt. Auf der "Werkbank" kommt man einander näher, breitet Lebensgeschichten aus, alte Wunden werden aufgestochen.

Mehr als dreißig Jahre zuvor hat sich Joseph Tschurtschenthaler nach Japan aufgemacht, um das Tebori, die traditionelle Tattoo-Kunst, zu erlernen. Durch Zufall überlebt er den Mordversuch seines Meisters, mit entstelltem Gesicht kehrt er in eine mitteleuropäische Stadt (wohl Graz) zurück, wo sein Leben "in der schönen Sinnlosigkeit seiner Kunst verrann" - bis die geheimnisvolle Anouk Weidmann in Erscheinung tritt, die sich


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