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Unheilige Dreifaltigkeit: Winkler im Schauspielhaus

Lexikon | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Der österreichische Schriftsteller Josef Winkler ist in Italien nahezu unbekannt. Das gilt umgekehrt auch für den italienischen Regisseur Antonio Latella in Österreich. Zumindest Letzteres wird sich bald ändern: "Wild wuchern die Wörter in meinem Kopf" heißt der Abend nach Texten von Josef Winkler, den Latella als Festwochen-Co-Produktion für das Wiener Schauspielhaus inszeniert. Der 42-jährige Regisseur, der in Italien und Deutschland lebt und arbeitet, ist für ein sehr körperliches, bildkräftiges Theater bekannt - Qualitäten, die sich auch in Winklers Literatur ausmachen lassen. In seinem "Triptychon" (Untertitel) konzentriert sich Latella auf die unheilige Dreifaltigkeit von drei zentralen Themen in Winklers Werk, die von drei Schauspielern (Vincent Glander, Steffen Höld, Max Mayer) verkörpert werden: Katholizismus, Homoerotik und Schreiben. WK

Schauspielhaus, Di (Premiere) und Do 20.00 (bis 28.5.)


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