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Pollesch in St. Pölten: "Ein Chor irrt sich gewaltig"

Lexikon | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

René Pollesch hat das deutsche Thea-ter um ein neues Genre bereichert: die Diskurskomödie. Philosophische Texte verpackt er in schrille Farcen, wobei Pollesch neben Schlauköpfen wie Giorgio Agamben oder Boris Groys auch gern triviale Filme zitiert. Während im Akademietheater gerade "Fantasma" auf dem Spielplan steht, gastiert im Landestheater Niederösterreich das jüngste Werk des enorm produktiven Dramatikers. "Ein Chor irrt sich gewaltig" hatte erst Anfang April im Prater der Berliner Volksbühne Premiere; neben der großartigen Sophie Rois steht ein achtköpfiger Frauenchor auf der Bühne. "Ein Theaterabend wie ein Croissant", schrieb der Tagesspiegel. "Schmeckt süß und knusprig und ist doch am Ende bloß dünner Teig und gebackene Luft. Sehr zu empfehlen." WK

St. Pölten, Landestheater, Fr und Sa 19.30


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