Neu im Kino

Ferner Naher Osten: "Alles für meinen Vater"

Lexikon | Michael Omasta | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Tarek, ein junger Palästinenser, kommt nach Tel Aviv, um ein Selbstmordattentat zu verüben; da aber der Zündschalter versagt und Herr Katz, ein jüdischer Elektrohändler, einen neuen erst bestellen muss, sitzt er über den Sabbat fest. Während der zwei Tage, die ihm nun bleiben, hat Tarek ausreichend Zeit, dem alten Herrn, der den Tod seines Sohnes bei der israelischen Armee nie verwunden hat, das Hausdach zu reparieren, die hübsche Besitzerin des Zeitungskiosks gegenüber kennenzulernen und überhaupt: Zeit zum Nachdenken. "Alles für meinen Vater" (Originaltitel: "Sof Shavua B'Tel Aviv", deutsch in etwa "Ein Wochenende in Tel Aviv") ist, was man das menschliche Porträt einer unmenschlichen Sache nennen könnte. Regisseur Dror Zahavi schreckt zwecks comic relief nicht mal vor Kalauern à la "Ich glaub, ich explodier gleich!" zurück. Ein sicherlich gut gemeinter, aber noch lang kein guter Film.

Ab Fr in den Kinos (OmU im Votiv)


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