Noch im Kino

"Palermo Shooting" von Wim Wenders

Lexikon | Michael Pekler | aus FALTER 19/09 vom 06.05.2009

Wir zeichnen alles auf - aus der Gegenperspektive", sagt der müde Tod zu Campino, und weil es sich um Dennis Hopper in einem Film von Wim Wenders handelt, könnte man ihm das beinahe glauben. Ein Starfotograf auf Speed und Sinnsuche in Palermo merkt, dass seine Tage gezählt sind und unter der Oberfläche seiner Kunstbilder noch etwas anderes - das Leben? - sein muss. "Palermo Shooting" hätte ein großartiger Film werden können, und Wenders ringt förmlich um jede einzelne Einstellung. Aber vielleicht geht es ihm deshalb wie dem Maler jenes sizilianischen Todesfreskos, das zum zentralen Motiv des Films wird: Trotz vieler einzigartiger Details verliert man den Blick fürs Ganze.

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