Ein Platzhalter an Russlands Spitze

Falter & Meinung | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Ein Jahr Medwedew: Der russische Präsident hat die Hoffnungen auf eine politische Erneuerung nicht erfüllt

Kommentar: Susanne Scholl

Ein symbolträchtiges Bild: Putin und Medwedew marschieren - im Gleichschritt und beide den rechten Arm im selben Rhythmus schwenkend - in einen jubelnden Saal ein.

Das war vor etwas mehr als eineinhalb Jahren, als feststand, wie Putin seinen weiteren Einfluss auf die russische Politik sichern würde: indem er seinen treuen Diener Dmitri Medwedew zu seinem Nachfolger als Präsident Russlands einsetzte.

Dmitri Medwedew, der schon in der Petersburger Stadtverwaltung unter Putin arbeitete, stand 17 Jahre lang unter dem Einfluss seines Vorgängers und trug Putins Politik brav mit. In der Öffentlichkeit fiel Medwedew nie weiter auf, nicht einmal, als er stellvertretender Regierungschef und Chef des wichtigsten russischen Konzerns, des mächtigen Gasgiganten Gasprom, war. Putin musste den Leuten seinen Nachfolger erst schmackhaft machen, und zwar indem er sagte:


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