Pfui!

Politik | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Wie Österreich die historische Bedeutung der europäischen Parlamentswahl verkennt

Bericht: Matthias G. Bernold, Florian Klenk

Zum Beispiel Ernst Strasser. Am Samstag, es ist Europatag, wettert der Investor und Ex-ÖVP-Innenminister auf der Freyung gegen das neue EU-Asylpaket. Dazu verteilt er Autogramme, während Jazz Gitti im Halbplayback "Kränk die net, wenn's amoi owe geht" anstimmt. Moderiert wird der schwarze Wahlkampfauftakt von Peter Rapp, der gleich Bezirkschefin Ursula Stenzel auf die Bühne bittet. Der langjährige EU-Abgeordnete Othmar Karas hingegen, kommt nicht zu Wort. Josef Pröll hat ihn als Spitzenkandidaten abgesägt.

Oder die Grünen. Von Umfragen und Wind zerzaust stehen Ulrike Lunacek und Monika Vana auf dem Brunnenmarkt in Ottakring und geloben, "Europa gemeinsam neu zu bauen". Johannes Voggenhuber hätte vielleicht Originelleres zu sagen gehabt. Doch den "Silberrücken" haben die beiden erlegt. Dafür macht jetzt der eigens eingeflogene Daniel Cohn-Bendit den Charismatiker.


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