253 Millionen Euro

Politik | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

So viel zahlen die Steuerzahler jährlich für die Bankenhilfe. Von einem Geschäft kann nicht die Rede sein

Analyse: Richard Wimmer

In der Nebelkammer machen Physiker Teilchen sichtbar. Mit großem Aufwand versuchen sie zu verdeutlichen, wie die Welt wirklich funktioniert. Im Gegensatz zur Politik, wo versucht wird, mit großem Nebel, die (Steuer-)Teilchen unsichtbar zu machen, womit wir schon bei der Bankenhilfe wären.

Den Kritikern am Bankenhilfspaket entgegnete ÖVP-Finanzminister Josef Pröll stets, die Bankenhilfe sei ein Geschäft für die Republik. Pröll laut Presseaussendung vom 8. April 2009: "Ich möchte hier klarstellen: Wir verschenken nichts. Wenn der Bund der Privatwirtschaft Geld zuschießt, dann haben wir auch Interessen. Der Bund erhält für jede Leistung ein Entgelt, sei es ein Haftungsentgelt oder eine Dividendenleistung." Acht Prozent Zinsen und mehr müssten die Banken zahlen. Das klingt gut. Doch trifft es auch zu?

Wer die exorbitanten Kosten erklären will, die die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige